Mit Aphelion beweist Don’t Nod eindrucksvoll, dass sie ihr Gespür für tiefgreifende Storys nicht verloren haben. Das Abenteuer besticht durch eine emotionale Wucht und eine atmosphärisch dichte Welt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Doch so stark die narrative Seite glänzt, so deutlich fallen die Defizite im Gameplay ins Gewicht.
Besonders frustrierend ist das mangelnde Trefferfeedback und die generelle Handhabung: Die Steuerung wirkt schwammig und oft unpräzise, was in Kombination mit den hölzernen Animationen zu unnötigen Fehlern führt. Wo andere Genre-Vertreter durch Geschmeidigkeit glänzen, wirkt Aphelion oft schwerfällig und technisch ungeschliffen. Die optisch beeindruckende Kulisse entpuppt sich zudem schnell als reine Kulisse. Zahlreiche unsichtbare Wände und strikte lineare Einschränkungen ersticken jeden Entdeckergeist im Keim.
Am Ende bleibt ein Spiel für Genießer starker Geschichten, die bereit sind, über gravierende spielmechanische Mängel hinwegzusehen.