83 episódios
- In dieser und der nächsten Sendung geht es um die Frage, was es bedeutet, Künstliche Intelligenz im Bereich Demenz einzusetzen: Kann KI Angehörige entlasten? Kann sie Menschen mit Demenz dabei unterstützen, möglichst lange selbstständig zu bleiben? Und wo liegen die Grenzen – etwa dann, wenn die Technik menschliche Nähe zu ersetzen droht?
Im ersten von zwei Teilen zum Thema schauen wir auf die Grundlagen: Was ist Künstliche Intelligenz im medizinischen Bereich? Und woran wird derzeit geforscht, wenn es um KI und Demenz geht?
Wir stellen verschiedene Forschungs- und Praxisprojekte vor: die europäische Forschungsstudie PREDICTOM zur Früherkennung, ein Projekt, das sich mit Sprachmarkern bei kognitiven Beeinträchtigungen und der Früherkennung von Demenz beschäftigt, sowie das H3O-Training, ein digitales Aktivierungsprogramm für Menschen mit Demenz.
Außerdem fragen wir, welche Möglichkeiten Künstliche Intelligenz in der Pflege bietet und wie sie Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Pflegekräfte künftig unterstützen könnte.
**Zu Gast in dieser Folge:**
• Franziska Braun, Zentrum für Künstliche Intelligenz, Technische Hochschule Nürnberg
• Prof. Dr. Gregor Hohenberg
• Prof. Dr. Holger Fröhlich
• Dr. Simon Eggert
Der Demenz-Podcast wird gefördert von Cogthera und der Cogthera-App. - Menschen mit Demenz fühlen sich in ihrem Alltag manchmal plötzlich bedroht, auch von An- und Zugehörigen. Diese Erfahrung machte auch Sabine, die mit ihrer an einer Alzheimer-Demenz erkrankten Schwester Antje zusammenlebt. Diese entwickelte scheinbar grundlos Ängste, die Sabine nicht einordnen konnte. Eine Situation, die für beide Frauen belastend war und die bei Antje schließlich in Aggression umschlug.
Laura Mey vom Alzheimer Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kennt solche Erzählungen gut und weiß, wie belastend die Situation für An- und Zugehörige sein kann. In der Folge erläutert sie, was hinter diesen Bedrohungs- und Angstgefühlen steckt und wie man einen möglichst guten Umgang mit Misstrauen oder Aggression damit finden kann.
Manche Bedrohungsgefühle sind jedoch leider nicht unbegründet: Insbesondere ältere Menschen sowie Menschen mit Demenz werden häufig Opfer von professionellem Telefonbetrug, was massive finanzielle und psychische Folgen haben kann. Wir sprechen mit zwei Polizeibeamtinnen über die neuesten Varianten der Trickbetrüger. Außerdem erhalten Sie hilfreiche Tipps, wie man mit An- und Zugehörigen präventiv über Trickbetrug sprechen kann und was eine gute Nachsorge ausmacht, falls es doch passiert ist.
**Interviewpartnerinnen:**
• Laura Mey, Alzheimer Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft – Selbsthilfe Demenz e.V.
• Sabine, Angehörige
• Frauke Hannes, Kriminalbeamtin
• Claudia Wulf, Polizeibeamtin - Menschen mit Lernschwierigkeiten, vor allem Menschen mit Down-Syndrom, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, eine Demenz zu entwickeln. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung tritt sie auch zu einem früheren Zeitpunkt auf. Das stellt Arbeitgeber, z. B. Werkstätten, Wohngruppen und Angehörige, vor große Herausforderungen. In dieser Sendung geht es u. a. darum, wie eine Demenz bei Menschen mit Lernschwierigkeiten diagnostiziert werden, wie das Wohn- und Arbeitsumfeld gestaltet werden und damit erhalten werden kann und wo Angehörige Unterstützung finden.
Interviewpartnerinnen:
- Christina Kuhn, Demenz Support Stuttgart gGmbH – Zentrum für Informationstransfer
ww.demenz-support.de
- Brigitte Mikesky, Lebensanker e.V.
ww.lebensanker-esens.de
- Dr. rer. med. Valentina Tesky, Goethe-Universität Frankfurt
www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de/99595362/Tesky__Valentina
- Adelina Berisha, Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein
www.demenz-sh.de - Was können wir von anderen Ländern lernen, wenn es um die Zukunft der Pflege geht? In der neuen Folge des Demenz-Podcast stellen wir vier besondere Ideen und die Frauen dahinter vor: In den Niederlanden werden Veränderungsprozesse in der Pflege mithilfe von Playback Theater begleitet, in Dänemark gibt es mit Dagmarsminde ein Pflegeheim mit dem Konzept Mitgefühl und im österreichischen Burgenland können sich betreuende Angehörige sozialversicherungspflichtig anstellen lassen. Marie-Christin Petrasch ist eine von wenigen Community Health Nurses in Deutschland und stellt uns die Aufgaben von Community Health Nurses vor, die in angloamerikanischen und skandinavischen Ländern selbstverständlicher und geschätzter Teil des Pflegesystems sind.
Ein ganz besonderer Dank geht an Cornelia Brückner für das Einsprechen der Interviewübersetzungen.
Interviewpartner:
- Marie-Christin Petrasch, Berlin, Community Health Nurse an den DRK Kliniken Berlin Köpenick: www.drk-kliniken-berlin.de/koepenick/community-health-nursing
- Paulien Haakma, Amsterdam, De Zaak in Beweging: www.dezaakinbeweging.nl/over-paulien-haakma
- May Bjerre Eiby, Gründerin und Leiterin von Dagmarsminde: www.dagmarsminde.dk/
- DGKP Tamara Hadjwasiri, Pflege- und Sozialberaterin beim Pflegeservice Burgenland GmbH, Neusiedl am See in Österreich. - Die Zukunft der Pflege in Deutschland. Ein Thema, das immer wieder an uns herangetragen wird. In Interviews und in Mails an uns hören wir immer wieder die Frage: Wo soll das nur hinführen, die Gesellschaft altert, Pflegekräfte fehlen, in Pflegeheimen müssen immens hohe Eigenanteile gezahlt werden, dennoch gehen viele Einrichtungen insolvent. Welche Lösung kann es dafür geben?
In dieser Sendung versuchen wir, eine Bestandsaufnahme zu machen, und machbare Ansätze und Visionen zu finden, die eine für alle bezahlbare und gute Pflege möglich machen können.
Außerdem sprechen wir im Bonusteil mit dem Pflegedirektor einer mittelständischen Pflegeeinrichtung, warum Heime so immens teuer sind und welche Wünsche er hat, um nachhaltig gut für Menschen mit Pflegebedarf da sein zu können.
Interviewpartner in dieser Folge:
Prof. Dr. Thomas Klie, Co-Geschäftsführer der Interdisziplinäre Care Forschung gGmbH (https://www.incarefor.de) https://www.thomasklie.de/
Andrea von der Heydt, Geschäftsführerin Berliner Alzheimer Gesellschaft https://www.alzheimer-berlin.de/
Markus Wilhelm, Pflegedirektion Lindenhof GmbH https://lindenhof-gmbh.de/leitung
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Sobre Demenz Podcast
Der Demenz-Podcast bietet Informationen für An- und Zugehörige von Menschen mit Demenz. Jede Sendung behandelt ein Thema und dauert etwa 30 Minuten. Autorin und Moderatorin des Demenz-Podcasts ist Christine Schön, seit 25 Jahren Hörfunkautorin mit Schwerpunkt Alter und Demenz und Redakteurin der Sendungsreihe Hörzeit – Radio wie früher für Menschen mit Demenz. Der Demenz-Podcast bietet ganz konkrete Unterstützung bei vielen Fragen von An- und Zugehörigen: Wie kann man sinnvoll gemeinsam die Freizeit gestalten oder wie mit der Demenz des/der Angehörigen in der Öffentlichkeit umgehen. Es werden Tipps geben, wie man angemessen reagieren kann, wenn sich ein Mensch mit Demenz verändert – wenn er oder sie zum Beispiel aggressiv wird oder ängstlich, anhänglich oder misstrauisch. Rechtliche Aspekte werden angesprochen – wie ist das mit Vollmachten, mit dem Schwerbehindertenausweis, mit der rechtlichen Betreuung bei Geschäftsunfähigkeit. Thema wird aber auch immer wieder sein, wie sowohl Angehörige als auch Betroffene weiterhin ein erfülltes und glückliches Leben und eine führen können, ohne sich aufzugeben oder auszubrennen.
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