Wie eng wir auf dieser Welt wirtschaftlich verflochten sind, das zeigt uns der Iran-Krieg wieder sehr deutlich: Raketen fliegen, Menschen sterben, Energiepreise steigen, Handelsströme trocknen aus oder verändern sich. Die Nervosität wächst, die wirtschaftlichen Abhängigkeiten treten in den Vordergrund. Jeder weitere Kriegstag, an dem die Straße von Hormus blockiert bleibt, sorgt für mehr Frust an Zapfsäulen und in Heizkellern und auch für mehr Angst, wie sich das alles weiterentwickelt.
Wir blicken auf den Iran als Wirtschaftsmacht, auf die regionalen Machtverhältnisse im Nahen und Mittleren Osten, und welche energiepolitischen und auch migrationspolitischen Fragen sich für uns in Deutschland stellen.
Riccardo Mastrocola spricht darüber mit Walter Posch, Iran-Experte am Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement in Wien, mit Claudia Kemfert, Energieexpertin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, mit Eckart Woertz, Direktor des GIGA Instituts für Nahost-Studien in Hamburg und mit Naika Foroutan, Direktorin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung in Berlin.