Hate, Swatting, Doxxing, Pizzabestellungen, gezielte Einschüchterung – all das sind keine zufälligen Eskalationen im Internet, sondern kalkulierte Machtdemonstrationen. In dieser Folge der Abschweifung geht es nicht um Empörung, sondern um Mechanismen.
Ausgehend von aktuellen Beispielen und eigenen Beobachtungen analysiere ich, warum Hater nicht auf Inhalte reagieren, sondern auf Aufmerksamkeit. Warum öffentliche Beschwerden oft genau das liefern, was diese Menschen suchen. Und weshalb das alte Internet-Prinzip „Don’t feed the troll“ heute aktueller ist denn je.
Ich unterscheide klar zwischen Kritik und Hate, zwischen Diskurs und gezielter Zerstörung. Warum Kritiker bleiben, auch wenn man ihnen widerspricht – und warum Hater verschwinden, wenn man ihnen die Währung entzieht. Außerdem geht es um die Rolle von Öffentlichkeit, Impressumspflichten, Machtgefälle und die gefährliche Illusion, man könne Eskalation mit Lautstärke beenden.
Eine Folge über Aufmerksamkeitsökonomie, digitale Gewalt und die unbequeme Erkenntnis, dass Schweigen manchmal kein Wegsehen ist – sondern Selbstschutz.